16.11.2018

Wie Digital Signage uns beim Spieltrieb packt

Erste Bank Sparefroh

Spielerische, interaktive Elemente heben die Werbebotschaft auf den nächsten Level.

Warum sollte man (potenzielle) Kunden mit Digital Signage zum Spielen bringen?
Der Vorteil von Digital Signage ist, dass der (potenzielle) Kunde genau da angesprochen wird, wo er am anfälligsten für einen Kauf ist: vor oder in den Geschäften. Wie kann man jedoch deren Verweildauer am Point of Sale verlängern? Der Schlüssel zum Erfolg ist Gamification. Durch spielerische, interaktive Lösungen wird die Neugierde der Kunden geweckt, sie werden stärker in die Markenwelt eingebunden. Digital Signage ist der ideale Touchpoint für unterschiedliche Gamification-Projekte.

Warum wirkt Spielen beim Menschen?
Spielen ist die vermutlich älteste Kulturtechnik des Menschen. Lange bevor er sprechen, lesen und schreiben konnte, entwickelte er sich zum Homo ludens, dem spielenden Menschen. Spielen macht Freude. Es wirkt befreiend und ermöglicht – wenn auch nur kurz – Fluchten aus dem Alltag. Wer spielt, vergisst die Zeit und ist im Hier und Jetzt ganz bei der Sache. Spielen wirkt auf den ersten Blick ineffizient, dabei hat es durchaus einen Sinn. Spielen ist kreativ. Es hilft uns Menschen, das Leben in einer komplexen Welt zu meistern.

Welchen Mehrwert hat interaktive, spielerische Werbung für ein Unternehmen?
Die Differenzierung von Produkten allein über den Preis und die Qualität wird für Unternehmen immer schwieriger. Mit spielerischen Elementen können Kunden an die Marke gebunden werden. Spaß ist eine wichtige Währung in der Kundenansprache. Werbung gewinnt an Akzeptanz, wenn sie von Unterhaltung flankiert wird. Gamification hebt das emotionale Marketing auf den nächsten Level und ermöglicht verstärkte Markeninteraktion. Wenn unser eigener Spieltrieb geweckt wird, schafft der Content einen einfacheren Zugang in unsere Köpfe.

Wie sieht Gamification über Digital Signage in der Praxis aus?
Drei Beispiele, wie man durch spielerische Elemente die Verweildauer vor Digital Signage erhöhen kann:
Den Sparefroh auf Trab halten
Für die Erste Bank haben wir von DMS den Sparefroh digital mit Leben erfüllt. Nähert sich ein Passant, winkt ihm der Sparefroh vom Screen aus zu. Die Animation „spricht“ den Nutzer direkt an und motiviert ihn dazu, bestimmte Bewegungen zu machen. Mit über 13 aufwendig programmierten Animationsabläufen reagiert der Sparefroh auf die Gesten des Nutzers. So wird das Schaufenster zum interaktiven Kommunikationstool (siehe Video).
Tanzparty vor Digital Signage
McDonalds lud zum 50. Geburtstag des BigMac in Kolumbien zu einer Digital-Signage-Tanzparty. Die Passanten in Bogotá mussten den auf dem Screen vorgegebenen Bewegungen möglichst exakt folgen. Wer den Tanz erfolgreich absolvierte, wurde mit einem McCoin belohnt, der gegen einen BigMac eingelöst werden konnte (siehe Video).
Kick it like Messi
Bereits zur Fußball-WM 2014 hat Pepsi eine interaktive Fußball-Challenge für Digital Signage auf einem Getränkeautomaten kreiert, nach dem Motto “Zeig uns deinen Fußball-Stil”: Dabei musste ein virtueller Ball durch Bewegungen vor dem Screen für 30 Sekunden in der Luft gehalten werden. Ein animierter Avatar setzte durch Sensoren die Bewegungen digital um. Als Belohnung gab es ein kostenloses Getränk (siehe Video).

Welche Technik steckt hinter diesen Beispielen?
Ein Bewegungssensor registriert den herannahenden Passanten. Dadurch kann Digital Signage aktiv den Nutzer ansprechen und zur Interaktion motivieren. Die komplette Steuerung der Interaktion erfolgt über Gesten der Nutzer, die von einer integrierten Kamera erfasst werden. Das System – der Inhalt – kann darauf entsprechend reagieren. Im Vergleich zu Touchscreens steht der Passant dabei auch weit genug vom Screen entfernt, sodass er das Gefühl eines virtuellen Gegenübers (etwa des Sparefrohs) bekommt.

Kompakt:
Interaktive Technologien sind effizient darin, Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Durch kreative, spielerische Lösungen für Digital Signage verwandelt sich die Werbung in eine erweiterte Customer Experience, die den Kunden aktiv anspricht und miteinbezieht. Die Inhalte können dem Kunden über ein Kamera-basiertes System durch Gestensteuerung „folgen“ und auf Passanten reagieren. So haben die Nutzer die Möglichkeit, spielerisch in die Markenwelten einzutauchen. Das Kundenerlebnis steht hier im Fokus.