25.02.2019

Digital Signage: Themen und Trends der Leitmesse ISE

Besucher der ISE begutachten die Neuerungen am Digital Signage-Markt.

Mehr Aussteller, mehr Besucher, mehr Ausstellungsfläche – die ISE, die Leitmesse im Bereich Digital Signage, legte auch im Jahr 2019 zu. In Amsterdam traf sich erneut die Branche für professionelle audiovisuelle und elektronische System-Integration, um Neuigkeiten zu präsentieren und zu bestaunen. Was waren die Messetrends? Wir picken einige punktuell heraus. Außerdem blicken wir noch auf die Technik-Highlights der EuroCIS, der Fachmesse für Handelstechnologie in Düsseldorf, und des Mobile World Congress (MWC) in Barcelona.

ISE: Projection Mapping

Bereits bei der ISE-Eröffnung betonte Mike Blackman, Managing Director der Messe, dass Projection Mapping eines der großen Themen ist. Dabei werden Beamer benutzt, um dreidimensionale Objekte zu beleuchten. Die projizierten Bilder passen sich dabei der Oberfläche der beleuchteten Objekte an. So können Skulpturen, Gebäude aber auch Personen dekoriert werden. Wie etwa „Sviatovid“, eine fünf Meter hohe Plastik, die vom Projektionskünstler Bart Kresa auf dem Messegelände erschaffen wurde. Beleuchtet wurden sie von vier Laserprojektoren, die in 4k auflösen und mit einer Leuchtkraft von je 30.000 Lumen strahlen. „Sviatovid“  soll laut Blackman nicht nur den Messebesuchern, sondern auch der Stadt Amsterdam zu zeigen, was mit Digital Signage möglich ist. Panasonic nutzte Projection Mapping auch für eine Showeinlage: Reale Tänzer wurden mit projizierten Bildern „verschmolzen“.

LED ist omnipräsent

Flat Panel LCD-Screens sind immer noch die meistgenutzte Technologie am Digital Signage-Markt. Beim Branchenverband AVIXA ist man sich jedoch sicher, dass LED künftig verstärkt eine Rolle spielt und LCD ersetzen wird. Dass sich LED nun endgültig zur Alternative zu großformatigen LCD-Lösungen gemausert hat, zeigte auch die ISE. Fast alle Displayanbieter haben diese Technologie im Display-Portfolio. „The Wall Professional“, eine 146 Zoll große MicroLED-Lösung von Samsung, zeigte die Entwicklung von Digital Signage auf: besonders klare Bildqualität, nahezu unendlich viele Kontraststufen, hohe Helligkeitswerte. Die Technologie kommt ohne Farbfilter und Hintergrundbeleuchtung aus.

Hybride Touch-Technologie

Die Flexibilität von Touchscreens und das haptische Gefühl von mechanischen Tasten und Drehreglern: Diese zwei bislang getrennten Welten wachsen durch eine neue hybride Touch-Technologie zusammen. Physische Tasten müssen nicht mehr in einem separaten Bedienfeld ausgelagert werden, sondern können im aktiven Bereich des Touchscreens integriert werden. Der Hersteller Zytronic verspricht dadurch ein neues Bedienerlebnis – auch für Standorte im Freien, wenn die Passanten möglicherweise Handschuhe tragen.

Mit der Stimme steuern

Multisensorische und datengetriebene Erlebnisse liegen im Trend. Amazon, Netflix, Apple und Google – diese Unternehmen haben den Konsumenten beigebracht, wie man einen Touch-Screen bedient, so Stefan Schieker, Managing Partner von Result MC beim Digital Signage Summit im Rahmen der ISE. Nun sind sie mit Alexa & Co. dabei, uns dazu zu bringen, unsere Stimme als Steuerungselement einzusetzen. Und das wird auch einen großen Effekt auf die Anwendung von Digital Signage haben.

EuroCIS: Der vernetzte Point of Sale

Omnichannel Retailing,  der vernetzte Handel über alle Kanäle, ist unerlässlich geworden.  Mobile Lösungen zur Unterstützung des Personals im Store, Interaktion mit dem Smartphone der Kunden , Mobile Payment, die Digitalisierung des PoS (z.B. Smart Mirrors, Videowalls etc.) aber auch Virtual Reality für mehr Service und Emotionen beim Shoppen standen daher im Zentrum der Anbieter.

MWC: Faltdisplays

Werfen wir zum Abschluss noch einen kurzen Blick zum Mobile World Congress in Barcelona. Der Grundtenor dort: Displays werden immer flexibler. LG hatte den aufrollbaren Fernseher bereits bei der CES Anfang des Jahres im Programm und damit gezeigt, was mit OLED alles möglich ist. Nun sind die Displays bei den Smartphones dran. Von Samsung über Huawei, einige Hersteller zeigten ihre Versionen eines faltbaren Smartphones. Zusätzlich standen zwei weitere Trends im Fokus der Mobilfunk-Branche: die 5G-Datenübertragung und eine immer komplexer werdende Fotografie mit mehreren Kameras auf der Rückseite.

(c) ISE