10.12.2016

Die drei Könige des Smart Shopping

Logistik
In Shops gibt es ganz unterschiedliche Herausforderungen an die Logistik. Unser Fokus liegt bei der Content-Logistik. Wir sorgen dafür, dass relevante und kontextbezogene Inhalte jederzeit in optimaler Aufbereitung zur Verfügung stehen.

Die digitale Transformation hat den Retailbereich längst erfasst. Um sie als Handelsunternehmen optimal für sich zu nutzen, sollte man drei Dinge zu Königen erheben: Content, Kontext und Kunden. In der Online-Branche ist schon lange die Rede von „Content is King“. Das stimmt auch für den stationären Handel. Relevanz bekommen Inhalte aber erst im richtigen Kontext. Und der Kunde ist natürlich nach wie vor der König. Aber auch er transformiert sich zum digitalisierten Kunden.

Haben Sie schon mal beobachtet, wie viele Menschen ihre Smartphones in Geschäften in Händen haben? Mehr als 50 % nutzen ihre mobilen Devices als Einkaufsratgeber. Das ist eine von vielen interessanten Erkenntnissen, die das Marktforschungsinstitut marktmeinungmensch für das Whitepaper „Smart Shopping“ von DMS zusammengetragen hat. Daraus lässt sich einiges ableiten; zum Beispiel, dass die Integration des Smartphones in das Omnichannel-Marketing mittlerweile unumgänglich ist. Eine der smartesten Formen, wie man das tun kann, sind Beacon-Lösungen. Kleine Sender an neuralgischen Punkten schicken relevante Inhalte an die Smartphones der Kundinnen und Kunden. Damit sind wir bei einer der Thesen, die DMS zum Thema „Smart Shopping“ ausgearbeitet hat: „Context is King“. Je besser die Inhalte auf die jeweilige Situation von Kundinnen und Kunden sowie auf aktuelle Rahmenbedingungen wie Ort, Tageszeit, Wetter oder dergleichen eingehen, desto eher erreicht die Botschaft die Menschen. Das muss nicht immer ein aktuelles oder individuelles Angebot sein, oft ist es einfach ein aktueller Tipp oder eine kleine Spielerei. Menschen kaufen in Shops nicht nur ein, sie nehmen dort auch die Marke mit all ihren Sinnen wahr. „Der POS wird zum Point of Experience“, wie es der Trendforscher Norbert Hillinger ausdrückt.

Erweiterung des Raumes
Digitale Multimedia-Anwendungen erweitern diese Experience ins beinahe Unendliche. Große Screens lassen selbst kleine Räume riesig erscheinen und eröffnen Einblicke in Welten und Zusammenhänge, die in rein analogen Ausstellungsräumen schwer darzustellen sind. Mit Datenbrillen können Besucherinnen und Besucher noch weiter in diese Welten eintauchen und die Marke auf interaktive Weise erleben. Interaktivität ist generell das Gebot der Stunde. Retailer, die es verstehen, zur Beschäftigung mit Inhalten und Produkten einzuladen, binden ihre Kunden an sich. Die Interaktionsangebote lassen sich sowohl auf Touchscreens vor Ort realisieren, als auch am Smartphone oder über speziell angefertigte Hardware. Licht, Sound und Gerüche sind weitere Beiträge zu einem umfassenden Erlebnis. Ob intelligente Lichtsteuerung, In-Store-Radio oder Raumduftkonzepte – eine digitale Infrastruktur ist die Voraussetzung dafür.

Der Weg ist das Ziel
Diese alte Weisheit gilt auch für die Gestaltung von Einkaufserlebnissen. Wenn der Weg darin besteht, sich langsam in einer Warteschlange weiterzubewegen, so führt das zu Frustration. Wenn Kundinnen und Kunden während des Wartens zu interessanten Zusatzangeboten und Inhalten geführt werden, profitieren Handelsunternehmen und Kundschaft gleichermaßen. Die Händler haben in der Wartezeit für ein angenehmes Erlebnis gesorgt und möglicherweise sogar das eine oder andere Zusatzprodukt verkauft. Die Kunden behalten die Wartezeit in guter Erinnerung und kommen wieder. Doch damit nicht genug: Intelligente Systeme sorgen auch dafür, dass die Wartezeiten generell verkürzt werden. Ressourcen können basierend auf umfassender Datenanalyse besser geplant werden und die Menschen werden zu den Schaltern geleitet, wo auch Beraterinnen und Berater mit dem entsprechenden Fachwissen für die jeweiligen Anliegen sind.

Datenanalyse als Schlüssel für Kostensenkung und Umsatzsteigerung
Oft wird gesagt, dass die klassischen Steuerungselemente im Handel, also Sortiment, Preis und Logistik, nahezu ausgereizt sind. Differenzierung müsse also verstärkt über Service und Erlebnis erfolgen. Ein stärkerer Fokus auf die letzteren beiden ist natürlich sehr begrüßenswert. Allerdings bieten smarte Technologien auch noch viel Potenzial für erstere. Mit moderner Sensorik und intelligenten Datenanalysen, lassen sich Prozesse optimieren. Und durch Automatisierung werden beim Personal mehr Ressourcen für die wirklich wichtigen Dinge frei: Für persönliche Betreuung. Denn ein Kunde fühlt sich erst dann als König, wenn er ein Lächeln von echten Menschen bekommt.

Hier geht’s zum Download unseres Whitepapers „Smart Shopping. Digitalisierung im Retail“